Die Europäische Union hat eine Untersuchung eingeleitet, in deren Fokus einige Verlage und Apple stehen. Der Verdacht besteht, dass ein Kartell gebildet wurde, um den Markt für eBooks zu beeinflussen.
Die Europäische Union, vertreten durch den EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia, hat beschlossen, eine formelle Untersuchung gegen Apple, Hachette Livre, Harper Collins, Simon & Schuster, Penguin und Verlagsgruppe Georg von Holzbrinck (Macmillan) einzuleiten: Die Grundannahme ist, dass der Markt für digitale Verlagswesen und E-Books insbesondere von diesen fünf Verlegern manipuliert wurde, die sich anschließend der Komplizenschaft des Unternehmens aus Cupertino bedienten.
Laut einer offiziellen Mitteilung der EU prüft die Kommission die mögliche gegenseitige Absprache dieser Verlage, um den Wettbewerb in Europa im Bereich der E-Books.
einzuschränken. Außerdem werden die zwischen Verlagen und Vertriebspartnern geschlossenen Verträge und Abkommen überprüft.
Die Untersuchung entstand nach Hinweisen von europäischen Verlagen und den nachfolgenden überraschenden Inspektionen, die von den Antitrust-Büros der Kommission in Brüssel ausgingen und sich gezielt gegen die genannten fünf Verlage im Bereich des digitalen Verlagswesens richteten.
Im Fokus steht die Annahme – die auch weiterhin besteht -, dass Absprachen existieren könnten, die darauf abzielen, die Preise für E-Books hochzuhalten.
In diesem Zusammenhang habe Apple diesen Mechanismus in gewisser Weise begünstigt, indem es den Verkauf von E-Books zum Preis des Verlegers und nicht des Händlers, nach dem als „Agenturmodell“ bekannten System, vorschlug.
Die EU-Kommission wird bewerten, ob diese als wettbewerbswidrig angesehenen Mechanismen tatsächlich existieren und, falls ja, ob sie gerade zeitgleich mit der Einführung des iPads begonnen haben.
Dies sind bisher die Ausgangsannahmen der EU: Bald wird man sicherlich mehr wissen, da die Kommission angekündigt hat, den Fall als vorrangiges Anliegen zu behandeln.

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