Laut dem HR Innovation Observatorium des Politecnico di Milano nutzt 44 % der italienischen Arbeitnehmer künstliche Intelligenz hauptsächlich als operatives Werkzeug, während die HR-Abteilungen Schwierigkeiten haben, KI strategisch in die Geschäftsprozesse zu integrieren.
Laut der Forschung des HR Innovation Observatory des Politecnico di Milano wird Künstliche Intelligenz (KI) mittlerweile von 44 % der italienischen Arbeitnehmer genutzt, was einem Anstieg von 12 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Einführung der KI erfolgt jedoch hauptsächlich als standardisiertes operatives Werkzeug oder Assistent für repetitive Tätigkeiten und nicht als strategischer Hebel zur Innovation von Arbeitsprozessen.
Im Durchschnitt ermöglicht die Nutzung von KI eine Zeitersparnis von etwa 30 Minuten pro Tag und Arbeitnehmer, aber nur 9 % der Organisationen verwalten diese gewonnene Zeit strukturiert, wodurch die Gefahr besteht, sie in Tätigkeiten mit geringem Mehrwert zu verschwenden, anstatt sie in Weiterbildung oder Entwicklung neuer Projekte zu investieren.
Verbreitung und Nutzungsarten der KI
Die Einführung von KI ist in Branchen wie ICT, Medien und Telekommunikation stärker ausgeprägt, wo sie 65 % erreicht, während sie im Einzelhandel bei 31 % liegt. Die am stärksten betroffenen Tätigkeiten sind Content-Erstellung (64 %), Wissensmanagement (56 %) und in geringerem Maße Analyse und Problemlösung (37 %).
Trotz des Anstiegs der täglichen Nutzung von KI-Werkzeugen blieb die Zeitersparnis im Vergleich zum Vorjahr stabil. Außerdem nutzt 34 % der Arbeitnehmer KI-Tools, die nicht vom Unternehmen gefördert werden, und 51 % ergänzen die unternehmensinternen Lösungen mit externen Tools, was Fragen zu Sicherheit und Datenschutz aufwirft.
Auswirkungen auf Kompetenzen, Rollen und Organisation
49 % der Unternehmen planen, kurzfristig bis mittelfristig mindestens 5 % der Belegschaft umzuverteilen oder umzuschulen, aber nur 15 % verfügen über die geeigneten Kompetenzen, um Rollen und Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Die Nachfrage nach IT-Spezialisten wächst in 43 % der Unternehmen, während kreative Profile und Content-Produktionsrollen zurückgehen.
Systemische Auswirkungen auf die Beschäftigung sind bisher nicht zu beobachten, mit einem Wachstum der Einstiegsprofile in Italien, im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten. Die organisatorische Transformation ist jedoch noch begrenzt: Nur 20 % der Unternehmen haben ihr Geschäft dank KI verändert und nur 25 % haben begonnen, Prozesse mit dieser Technologie neu zu gestalten.
Herausforderungen für HR-Abteilungen und Manager
Die HR-Abteilungen sind gefordert, einen Gang zuzulegen, um die Einführung von KI zu steuern und eine effektive Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine zu fördern. Ein Fünftel der Manager kennt die ethischen Implikationen der KI nicht und 22 % wissen nicht, welche Aufgaben an die Technologie delegiert werden sollen, was eine Krise in der Managementführung aufzeigt.
Das Wohlbefinden und Engagement der Arbeitnehmer nimmt ab, nur 15 % sind vollständig engagiert und 8 % geben an, sich komplett wohlzufühlen. Ein Sinn für Zweck (Purpose) erweist sich als entscheidender Faktor, um Talente anzuziehen und zu halten, insbesondere bei der Generation Z.
HR Innovation Awards 2026
Das Observatorium hat die innovativsten Unternehmen im Bereich Personalmanagement ausgezeichnet. Zu den Gewinnern gehören Gruppo Intesa Sanpaolo für die strategische Nutzung von KI, La Piadineria für die Gewinnung von Talenten der GenZ, SEA für die Kompetenzentwicklung und Quiris für den datengetriebenen Ansatz im HR-Bereich. SKY Italia erhielt den HR Innovation IMPACT Award für die Plattform für personalisiertes Welfare.
Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung eines integrierten und strategischen Ansatzes in Bezug auf Künstliche Intelligenz, um die Transformation von Arbeit und Kompetenzen in Italien zu begleiten.
Pubblicato in Geschäft
Hinterlasse jetzt einen Kommentar