Nachdem ein Observatorium zu Marken und sozialen Medien eingerichtet wurde, liegen nun die Ergebnisse einer Studie vor, die von OssCom – dem Forschungszentrum für Medien und Kommunikation der Katholischen Universität – und Digital PR durchgeführt wurde. Untersucht wurden rund hundert Unternehmen aus verschiedenen Sektoren (vom Bankenwesen über die Automobilindustrie bis hin zur Unterhaltungselektronik und dem Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen) hinsichtlich ihrer Präsenz und Interaktion in den sozialen Medien auf dem italienischen Markt.
Wie und wie oft werden die Unternehmensprofile auf Facebook, Twitter und YouTube aktualisiert? Wie läuft die Kommunikation über den Unternehmensblog ab?
Die ersten vorliegenden Daten beziehen sich speziell auf den Sektor „Unterhaltungselektronik“, also auf die ausgewählten Unternehmen, die Spielkonsolen, Mobiltelefone, PCs, Fernseher, Drucker und Kameras herstellen.
Es wurden die Verhaltensweisen auf allen italienischen sozialen Seiten beobachtet, sowohl von Unternehmensseite als auch von Nutzerseite: Nicht nur die Aktualisierungshäufigkeit der Seiten wurde überprüft, sondern auch die Resonanz der Nutzer und die Interaktion, die zwischen den beiden „2.0-Akteuren“ entstand. In diese Bewertung flossen die hinterlassenen Kommentare, die entstandenen „Likes“ und die tatsächlich von den untersuchten Marken gegebenen Antworten ein.
An der Spitze steht Nokia: Die Nutzung der Facebook- und Twitter-Profile ist sehr hoch; durchschnittlich ist auch ein Video pro Monat auf YouTube vorhanden. Die Resonanz lässt nicht auf sich warten: Rund 21000 Nutzer folgen den offiziellen Seiten der Marke, die es gut verstanden hat, die Art der Intervention im Web zu diversifizieren. Während auf Twitter frische und schnelle Nachrichten bevorzugt werden, wird die Facebook-Seite gerade dazu genutzt, mit den Fans zu interagieren. Darüber hinaus ist bei Nokia eine hohe Aktualisierungshäufigkeit der Seiten zu beobachten, also eine recht kontinuierliche und konstante Präsenz hinter den Accounts.
An zweiter Stelle liegt Nikon: Vor allem das YouTube-Profil erzielt größere Resonanz, während bei Facebook weniger auf eine einheitliche Markenstrategie gesetzt wird, sondern eher auf einzelne Produkte, jedes mit einer eigenen spezifischen Seite.
Den dritten Platz belegt Samsung, präsent und konstant auf Facebook und Twitter, mit einem Plus auf YouTube, das tatsächlich Resonanz von den Verbrauchern bringt: Die Interaktion zwischen Endnutzer und Marke findet regelmäßig statt.
Vierter Platz für LG: das einzige Unternehmen, das auch einen Unternehmensblog nutzt, auf dem der Raum ganz der Vertiefung vorbehalten ist. Für Facebook und Twitter sind dies die gewählten Plattformen, um mit den Verbrauchern zu interagieren.
Fünfte Position für Canon: Wie bei Nikon sind die besten Ergebnisse auf dem YouTube-Kanal zu beobachten, obwohl auch die anderen sozialen Netzwerke durchschnittlich Beachtung finden.
Sechster Platz für PlayStation, ein Unternehmen ohne Twitter- und YouTube-Account und daher auf den Unternehmensblog und Facebook konzentriert: Zwischen dem einen und dem anderen Medium ist die Verknüpfung konstant und die Verweise konstant. Es versteht sich von selbst, dass während der Hackerangriffe auf das PlayStation Network die Kontakte auf der Facebook-Seite einen verständlichen Anstieg verzeichneten.
Direkt darunter finden wir Xbox: Obwohl die Facebook-Seite aktualisiert wird und als Schaufenster für die Einführung neuer Produkte dient, gibt es keine große Beteiligung der Nutzer.
Achter Platz für Sony, das kontinuierlich alle Seiten in allen sozialen Netzwerken pflegt, ohne spezifische Seiten für einzelne Produkte zu verwenden.
Blackberry liegt auf dem neunten Platz: Obwohl die Aktualisierung der Seiten keine hohen Werte erreicht, ist eine Kommunikationsstrategie zu beobachten, die sehr auf die direkte Einbindung des Nutzers abzielt, mit der Aufforderung, auf Umfragen zu antworten oder Vorschläge zu Produkten zu machen.
Im Gegensatz dazu scheint HP (auf dem zehnten Platz) mehr auf die Etablierung der Marke selbst zu setzen als auf die Interaktion mit den Nutzern.
JVC, auf dem elften Platz, ist ein klassisches Beispiel für eine Selbstdarstellung: Die Marke ist präsent, aber sie stimuliert weder die Fans, noch aktualisiert sie die Seiten häufig (die übrigens kaum miteinander verbunden sind).
Epson (12. Position) nutzt die Profile auf Facebook und YouTube, um spezifische Initiativen zu fördern, aber es gibt wenig Zusammenhalt zwischen den beiden Kanälen, was sich negativ auf die Nutzerresonanz auswirkt.
Asus hat sich entschieden, nur die Kommunikation über Facebook zu nutzen, und tatsächlich ist die Aktualisierungsfrequenz bemerkenswert.
Auf dem 14. Platz folgt Apple: Auch dieses Unternehmen wählt nur Facebook, konzentriert sich aber ausschließlich auf die Kommunikation bezüglich des iTunes-Produkts. Trotzdem sind die Fans immer zahlreich.
Philips (15. Platz) schließt die Liste der auf Social Media in Italien präsenten Marken ab.
Weitere beobachtete Unternehmen waren Nintendo, Acer, Lenovo und Panasonic: Es ist jedoch nicht möglich, die Erhebungen mit den bisher aufgeführten Marken zu vergleichen, da diese Unternehmen nur internationale Profile haben und sich daher nicht speziell an Italien richten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Unternehmensblog gegenüber den sozialen Kanälen zu unterliegen scheint: Facebook ist führend, Twitter ist im Aufwind und die Interaktion über YouTube wird als sehr interessant angesehen.
Infografiken und den vollständigen Bericht finden Sie auf der speziellen Seite von Digital PR.

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