Innerhalb weniger Jahre hat sich der Begriff „Hashtag“ (oder häufiger #) von einer Unbekanntheit zu einer fast universellen Allgegenwart entwickelt.
Dank Social Media ist der Hashtag in unserem Wortschatz angekommen. Einst nur von technikaffinen Menschen genutzt, die nach einer Möglichkeit suchten, Trend-Tweets oder Posts zu finden, wurde das Wort dann von den Millennials aufgegriffen, die es wie Petersilie in ihre täglichen Gespräche einfügten, z.B. #BadDay oder #SoOverit. Und Marken passten sich an und folgten dem Trend, den ihre am meisten begehrte Zielgruppe, die Millennials, vorgab.
Warum ist die Verwendung von Hashtags so beliebt? Die weltweit wichtigsten Konsumgütermarken haben sich den frühen Anwendern angeschlossen und beginnen, die Bedeutung des Schutzes ihrer Marke in der Welt der sozialen Medien zu verstehen, auch wenn es um den Hashtag geht. Das US-Patent- und Markenamt (USPTO) erlaubt Unternehmen und Einzelpersonen, einen Hashtag zu registrieren „nur, wenn er als Kennung der Quelle von Produkten oder Dienstleistungen eines Inhabers dient“. Und laut eingereichter Anträge versuchen viele Unternehmen, ihre Marke online zu schützen.
Als präventive Maßnahme beantragen immer mehr Unternehmen die Registrierung von Hashtags als Marken. Laut einer Studie von Thomson CompuMark hatten im Jahr 2010 (vier Jahre nach der ersten Einführung von Twitter) nur sieben Unternehmen spezifische Hashtags als Marken beantragt. Davon wurden nur fünf Marken gewährt. Einige Jahre später explodierte die Praxis der Registrierung von Hashtags als Marken, wobei sich die Anzahl der Anträge jährlich verdoppelte. Im Jahr 2015 wurden 1.398 Anträge auf spezifische Hashtags als Marken eingereicht. In den letzten fünf Jahren wurden weltweit 2.898 Hashtag-Anträge als Marken eingereicht.
Im Detail stehen die Vereinigten Staaten seit 2015 mit 1.042 beantragten Hashtags an erster Stelle, gefolgt von Brasilien (321), Frankreich (158), Großbritannien (115) und Italien (115). Amerikanische Antragsteller erhielten in den letzten fünf Jahren etwa jeden dritten beantragten Hashtag gewährt. Interessanterweise haben Japan und China insgesamt weniger Hashtags beantragt als Guatemala.
Nicht alle Hashtag-Markenanträge werden genehmigt und viele werden einfach aufgegeben. Da die ersten Hashtags 2010 als Marken gewährt wurden, ist es wahrscheinlich, dass einige Anträge im Laufe des Verfahrens aufgegeben werden. Aber jetzt könnten sich die Dinge zu ändern beginnen. Als das USPTO 2013 seine Kriterien aktualisierte und begann, Hashtags als eingetragene Marken anzuerkennen, schien die Erfolgsquote zu steigen.
Da immer mehr Zeit in sozialen Medien verbracht wird, ist es wichtig, dass Unternehmen alles tun, um ihre Marke in diesem neuen Raum zu schützen. Wie die Studie zeigt, folgen Unternehmen auf der ganzen Welt diesem Rat. #ProtectYourBrand
von Rob Davey, Director, Global Service & Customer Experience bei Thomson Reuters
Pubblicato in Soziale Medien
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