Faceskin ist ein neues soziales Netzwerk, komplett made in Italy: Es wurde von Claudio Cecchetto gestartet, der unter den ersten Mitgliedern Linus, Fiorello und Jovanotti mit eingebunden hat.
Es heißt Faceskin und ist ein neues soziales Netzwerk aus Italien, das bereits bekannte Namen auf seinen Seiten sehen lässt: von Fiorello über Max Pezzali bis hin zu Jovanotti und Linus von Radio Deejay, Faceskin füllt sich vor allem mit bekannten Gesichtern.
Was hat dieses soziale Netzwerk so besonders, dass es vor allem Prominente anzieht? Sicherlich ist der Hauptgrund für dieses „Migrationseffekt“ – denken wir an Fiorello, der von Twitter zu Faceskin gewechselt hat – dass Claudio Cecchetto das Projekt zur Entstehung dieser neuen sozialen Plattform leitet.
Mehr als ein soziales Netzwerk zur Verbindung von Menschen hat Faceskin das Ziel der sozialen, aber auch menschlichen Suche: Laut Cecchetto selbst ist Faceskin entstanden, um den Nutzern zu helfen, Informationen im Netz leichter und schneller zu finden, dank der Möglichkeit, aus den Beiträgen von uns selbst und anderen Nutzern zu schöpfen.
Dies ist möglich, weil Faceskin die Angabe einer Liste von Lieblingswebseiten erlaubt: Diese Liste trägt dazu bei, eine globale Liste zu erstellen, die aus allen Vorlieben der Nutzer besteht.
Auf dieser Basis kann jede durchgeführte Suche gespeichert und nach Themen katalogisiert werden, um sie zukünftig leichter wiederzufinden, zum Vorteil der gesamten Community.
Wenn die Grundlage von Faceskin wirklich die Weblisten sind, fragt man sich, ob diese nicht schnell auch die Grenze des sozialen Netzwerks werden können: Wie kann man Interaktion zwischen Menschen gewährleisten, wenn der Schlüsselmechanismus nur und einfach ein Link ist?
Außerdem stellt sich bei einem solchen Produkt die Frage, ob die Nutzer des Webs wählen könnten, auf diese Weise Informationen zu suchen, ohne wie bisher primär auf Google zurückzugreifen?
Google hat in dieser Hinsicht die Geschichte des Webs geprägt, und man muss bedenken, dass ein weiteres großes soziales Netzwerk sich ebenfalls im Bereich der sozialen Suche engagiert: Facebook
entwickelt tatsächlich ein Projekt in diese Richtung.
Sicherlich geht man von völlig unterschiedlichen Ansätzen aus: Während Google mit Algorithmen arbeitet und Facebook mit einer Mischung aus Algorithmen und Beiträgen, verlagert Faceskin den Fokus auf den Menschen.
Es bräuchte einen völlig neuen Ansatz fürs Web, um sich in der sozialen Szene durchzusetzen, und derzeit scheint der durchschnittliche Nutzer (noch?) nicht in diese Richtung zu gehen. Tatsächlich ist Faceskin momentan ein gutes soziales Netzwerk, aber vielleicht zu sehr eine Nische.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar