Italien-Programm nach Einbeziehung von Napolitano abgeschaltet

Italia-Programmi.net wurde gesperrt, nachdem offenbar auch Giorgio Napolitano eine Zahlungsaufforderung erhalten hat.

Es ist vielleicht an der Zeit, die Angelegenheit „Italia-Programmi.net“ zu beenden: die Website, mittlerweile bekannt dafür, viele Italiener zur Zahlung von Abonnementdiensten für den Download von Software aufgefordert zu haben, wurde endlich gesperrt.
Trotz zahlreicher Anzeigen und einiger Verurteilungen zur Zahlung von Geldstrafen wegen Betrugs an ahnungslosen Nutzern, die davon überzeugt waren, gerade kostenlose Programme herunterzuladen, war die Seite Italia-Programmi.net weiterhin erreichbar. Bis heute.
Anscheinend ist das übliche Schreiben – mit der Aufforderung zur Zahlung von 96 Euro plus 8,50 Euro für diverse Gebühren für den Download von Software – tatsächlich bis zum Quirinal, an die Adresse des Präsidenten der Republik Giorgio Napolitano, gelangt.
Es scheint, dass gerade dieser Umstand die erste echte öffentliche Reaktion gegenüber dem Portal ausgelöst hat, die zu dessen Sperrung führte, zumindest vorerst.
Dabei handelt es sich nicht um das Ende der Angelegenheit: Die Sperrung – durchgeführt von der Staatsanwaltschaft Mailand – ist nur vorsorglich, in Erwartung weiterer Ermittlungen und Entscheidungen.
Es ist nämlich bekannt, dass die Website Italia-Programmi in den vergangenen Monaten weiterhin wie gewohnt tätig war, obwohl sie wusste, dass die zuständigen Behörden sie genau beobachteten. Allerdings wurde dabei ein Trick angewendet: tagsüber, ungefähr zu den üblichen Arbeitszeiten der öffentlichen Ämter und insbesondere der Wettbewerbsbehörde, erschien auf der Startseite der Website ein Hinweis, der zum Eröffnen eines Kontos zum Preis von 8 Euro aufforderte.

So schien die Angelegenheit als gelöst zu gelten, da sie transparent und offen war. Tatsächlich jedoch kehrte allabendlich und nachts wieder der alte Zustand zurück: Der höfliche Hinweis verschwand und wurde durch die einfachere Aufforderung „Konto erstellen“ ersetzt, wobei der Registrierungsprozess begann und die Angabe persönlicher Daten erfolgte, gefolgt von einer Zahlungsaufforderung, die bald darauf zugestellt wurde.
Viele Nutzer, verängstigt und unsicher, wie sie sich verhalten sollten, entschieden sich zu zahlen, indem sie den geforderten Betrag auf ein IBAN-Konto überwiesen, das sich als Girokonto einer Bank auf Zypern herausstellte, eröffnet von einer Gesellschaft mit Sitz auf den Seychellen.
Eine komplexe „Geld-abschöpfende“ Matrjoschka also, die zwar gemeldet und erkannt wurde, aber nicht vollständig gestoppt werden konnte.
Man erwartet Entwicklungen nach diesem offiziellen Schritt der italienischen Behörden.

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