Google: Knowledge Graph, semantische Suche gestartet

Es heißt Knowledge Graph und ist das neue Google-System für die semantische Suche. So funktioniert es und das ist es.

Die Veränderungen bei Google als Suchmaschine werden immer deutlicher, aber heute wird dem komplexen Netzwerk von Algorithmen eine neue Funktion hinzugefügt, die gerade vorgestellt wurde: sie heißt Knowledge Graph und leitet offiziell das Konzept der semantischen Suche.
Wörtlich bedeutet der Ausdruck „Wissensgraph“ und erinnert sofort an eine Art konzeptuelle Karte die fern davon ist, nur Ergebnisse nach Relevanz zu liefern, sondern auch ein anderes „Denken“ dahinter anbieten kann.
Obwohl der Mechanismus noch in den Anfängen steht und seine Anwendung derzeit nicht zu 100 % ausgeweitet wird, scheint es, dass neben den üblichen organischen Suchergebnissen auch weitere Elemente erscheinen werden.
Im seitlichen Bereich der Seite werden nämlich größtenteils einige vorläufige Informationen angezeigt: Wenn man den Namen eines Künstlers sucht, erscheinen neben den organischen Suchergebnissen erste zusammenfassende Informationen wie Geburtsdatum, Tätigkeit, Hauptwerke und eventuelle bedeutende Verbindungen.
Auf diese Weise werden die meisten Hauptinformationen bereits auf der ersten Seite angezeigt, ohne dass der Benutzer die Websites, die mehr oder weniger relevante Suchergebnisse liefern, betreten muss.
Stellen wir uns vor, wir wollen Informationen über eine Stadt suchen, die wir besuchen wollen: Wenn man den Namen eingibt, wird Google wahrscheinlich bereits Antworten liefern, die mit der Suche übereinstimmen, wie z. B. Flüge zu diesem Ort, die Einwohnerzahl, die wichtigsten Denkmäler und so weiter, und auch Bilder und Karten bereitstellen.

So entsteht nach und nach die Karte oder der Wissensgraph, den Google offenbar aufbauen will, um aussagekräftige Informationen in einem Meer von Links zu liefern, die manchmal auf Seiten mit geringem Informationswert führen.
Jack Menzel, Produktmanager bei Google, kündigte die Revolution des Knowledge Graph mit diesen Worten an: „Wäre es nicht fantastisch, wenn Google verstehen könnte, dass die Wörter, die wir bei einer Suche eingeben, nicht nur Wörter sind, sondern sich auf die reale Welt beziehen?
Es scheint, als würde Google die Rolle, Ordnung in die Webinhalte zu bringen (fremde Inhalte und nicht „made in Google“, das sollte man sich merken), mittlerweile zu eng werden: Vielleicht hat man von Facebook gelernt, das sich seit seinen Anfängen als Plattform zeigt, aus der Nutzer während der Online-Sitzungen kaum wieder herauskommen.
Nicht ohne Grund bewegt sich Facebook schon seit einiger Zeit in Richtung einer internen Suchmaschine.
Es ist noch zu früh, um genau zu verstehen, wie die Knowledge Graph von Google funktionieren wird, da er zunächst nur auf google.com implementiert wird und anschließend weltweit ausgeweitet wird.

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