Google Account-Manager für Inaktivität: Digitales Testament für Daten nach dem Tod

Es heißt „Verwaltung inaktiver Konten“ und ist das neue Tool, das von Google entwickelt wurde, um ein digitales Testament zu hinterlassen: Sie können festlegen, was mit Ihren Daten nach Ihrem Tod geschehen soll.

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Ein ausgesprochen besonderes Thema, das der neue Dienst von Google namens „Inaktives Kontoverwaltung“ anspricht. Wir sprechen hier von einer Neuheit, die sich mit dem eigenen Tod befasst, etwas, worüber man ungern spricht und das man oft nicht in Betracht ziehen will.
So wie es bei materiellen Dingen im Leben manchmal notwendig ist, hat sich Google die Frage gestellt, was mit den persönlichen Daten und den zu Lebzeiten getroffenen Entscheidungen geschehen soll, wenn man nicht mehr ist.
Daher wurde beschlossen, das Werkzeug „Inaktives Kontoverwaltung“ zu starten, das somit ein echtes digitales Testament.
darstellt. Auf diese Weise können Sie entscheiden, ob alle Daten, die auf den Google-Servern gespeichert sind (also Gmail-Postkonto, Google+-Profil, Picasa-Alben, YouTube-Konto, multimediale Inhalte in Drive usw.), automatisch gelöscht werden sollen oder ob Sie die Verwaltung dieser Daten einer vertrauenswürdigen Person überlassen möchten, die dann entscheidet, was damit geschehen soll.
Tatsächlich spricht Google bei der Vorstellung des neuen Dienstes, der bereits nach Belieben konfiguriert werden kann, nicht ausschließlich vom Tod des Nutzers, sondern verwendet andere Ausdrücke und Umschreibungen.
Besonders ins Auge fällt jedoch im Konfigurationsprozess die Option „Konto bei Bedarf löschen„, die der Fantasie wenig Raum lässt.
Das Thema mag für einige unpassend oder geschmacklos sein, aber die Frage der Verwaltung der eigenen Daten und der Online-Präsenz im Todesfall muss ernsthaft in Betracht gezogen werden.
Nicht selten erleben wir das Phänomen nachträglicher Beileidsbekundungen in sozialen Netzwerken und Online-Plattformen, sobald wir vom Verschwinden eines Freundes oder Geschäftskontakts erfahren.

Die Möglichkeit, klar festzulegen, was mit den eigenen Daten geschehen soll, sei es auch nur im Falle einer längeren Abwesenheit (aus verschiedenen Gründen) aus dem Internet, ist eine Möglichkeit, auch in Zukunft festzulegen, was von uns bekannt sein wird.
Der Zweck könnte aber auch darin bestehen, Nutzer dazu zu ermutigen, ihre Google-Konten zu reaktivieren und zu vermeiden, die Postfächer oder andere verbundene Dienste zu lange ungenutzt zu lassen.
Derzeit können Sie festlegen, was mit Ihren persönlichen Daten nach einer „Blackout“-Periode von 3, 6, 9 oder 12 Monaten geschehen soll, und können auch eine Liste von Kontakten angeben, an die zunächst eine Benachrichtigung und dann alle Materialien bezüglich Ihrer Präsenz auf den Google-Servern gesendet werden.
Um Ihre Präferenzen festzulegen, können Sie auf die Seite „Verwaltung inaktiver Konten“ (auf Englisch „Inactive Account Manager„) zugreifen.
Weitere Informationen finden Sie im Beitrag des Produktmanagers Andrea Tuerk im Google Public Policy Blog.

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