Das freie WLAN in Schulen in ganz Italien sollte bis 2012 verfügbar sein: Dies ist das Versprechen von Minister Brunetta und Minister Gelmini, die aktiv an den Digitalisierungsplänen für die italienische Schule und die öffentliche Verwaltung arbeiten.
Das WLAN in die Schulen ganz Italiens zu bringen ist der Hauptpunkt des Projekts „Schulen im WLAN„, einer ministeriumsübergreifenden Initiative, bei der Renato Brunetta (Minister für öffentliche Verwaltung und Innovation) und Maria Stella Gelmini (Ministerin für Bildung, Universität und Forschung) engagiert sind. Das Ziel ist Teil des größeren Vorhabens, die italienische öffentliche Verwaltung zu digitalisieren.
Die ersten Schulen, die die Initiative des freien WLANs annehmen, sind jene, die bereits an „ScuolaMia“ teilnehmen und somit bereits mit einem Access Point innerhalb der Schule für didaktische Aktivitäten ausgestattet sind. Zurzeit gibt es etwa 3.000 Schulen, die in den nächsten Monaten auf 5.000 steigen werden, bis zur vollständigen Abdeckung des nationalen Territoriums bis 2012.
Die Investition wird erheblich sein: Man spricht von etwa 5 Millionen Euro, die für den Kauf und die Ausstattung der Access Points benötigt werden, wobei jedoch erhebliche Einsparungen erwartet werden, wie wir in den folgenden Zeilen erfahren werden.
Bezüglich der Ausgaben für Verbindungen und damit den generierten Datenverkehr wird jede Schule die Kosten selbst tragen: es sind keine Förderungen vorgesehen.
Mit diesem Projekt zielt man also auf interaktiven Unterricht ab, plant aber auch, die Familien telematisch einzubeziehen, wobei vor allem auf die Verbreitung von Zeugnissen und Online-Mitteilungen gesetzt wird, was zu Einsparungen bei Papier- und Druckkosten führt, die – dem Bericht zufolge – bei etwa 35 Millionen Euro für allein die Produktion und Verteilung der Papierzeugnisse liegen.
Wenn auch die Klassenbücher elektronisch würden, könnten weitere 30 Millionen Euro eingespart werden; 25 Millionen Euro könnten zusätzlich durch die Online-Anmeldeverfahren eingespart werden.
Die Familien sind also aufgefordert zur Online-Einsicht in Noten, Zeugnisse, Fehlzeiten und Mitteilungen zu ihren Kindern — schnell und aus der Ferne.
Das bedeutet natürlich auch, dass die Schulen sich mit Systemen für digitale Signaturen und E-Mail-Postfächern PEC ausstatten müssen, weitere nötige Schritte für den umfassenden Abschluss des Digitalisierungsprojekts der öffentlichen Verwaltung.
Eindeutig ein nützliches Projekt und endlich auf dem neuesten Stand des Netzes; dennoch bleibt ein großes Problem, das von Nord bis Süd viele Gebiete Italiens betrifft: die digitale Kluft.
Es stimmt zwar, dass die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung notwendig ist, aber ebenso wahr ist, dass das Netz nicht das gesamte Gebiet abdeckt. Wie wird es möglich sein, Projekte für freies WLAN in Schulen in solchen Gebieten anzuwenden, die keinen Internetzugang haben?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar