Eine Untersuchung der Europäischen Union zeigt alarmierende Daten über die Sicherheit der sozialen Netzwerke in Bezug auf Minderjährige. Facebook durchgefallen, MySpace und Bebo mit voller Punktzahl bestanden.
Facebook und einige andere soziale Netzwerke erhalten eine strenge Warnung von der Europäischen Union: Es geht um die Sicherheit der Minderjährigen im sozialen Netzwerk.
Zu Wort meldet sich Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Kommission und zuständig für die Digitale Agenda: Nach der Analyse verschiedener sozialer Medien lautet die bittere Schlussfolgerung, dass nicht genügend Sicherheit für Kinder besteht, die sich Facebook und ähnlichen Seiten nähern.
Die einzigen zwei Plattformen, die empfohlen werden, sind MySpace e und Bebo, da sie ein System haben, das den Zugang zu Profilen ausschließlich automatisch über das persönliche Kontaktnetzwerk gestattet, wodurch man nicht leicht zum Ziel von Bösewichten wird.
Die untersuchten sozialen Netzwerke waren Facebook, Netlog, Bebo, MySpace, Arto, Hyves, Giovani.it, Nasza-klaza.pl, One.it, IRC Galleria, Tuenti, SchuelerVZ und Zap.lu.
Neben der Sicherheit von Minderjährigen in sozialen Netzwerken ist auch das Management ihres Online-Rufs besorgniserregend. Wie Kroes erklärt: „Junge Menschen sind sich der möglichen Folgen, zu viele Details ihres Privatlebens online zu veröffentlichen, nicht vollständig bewusst.“
Hier muss selbstverständlich auch die „digitale“ Erziehung erwähnt werden, die Eltern (vielleicht mit Unterstützung von Lehrern) den Jüngeren vermitteln sollten: Eine Aufgabe, die nicht den Betreibern von sozialen Netzwerken obliegt, aber zumindest teilweise wahrgenommen werden könnte, indem man die Regeln und Konsequenzen des sozialen Miteinanders 2.0 deutlicher und nachdrücklicher erklärt.
Insgesamt konnte die Untersuchung feststellen, dass bis auf Arto alle analysierten sozialen Netzwerke regelmäßig Unterstützung bieten (deren Reaktionszeiten sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert haben) sowie verständlich geschriebene Sicherheitshinweise zur Verfügung stellen, auch für Kinder nachvollziehbar.
Diese letzten Punkte sind sicherlich wichtige Zeichen von Aufmerksamkeit gegenüber den Jüngeren, zweifellos positiver als bei vorherigen Erhebungen; dennoch gibt es noch viel zu tun, und nicht zufällig werden sich die zukünftigen Untersuchungen der Europäischen Union auf weitere 9 von Minderjährigen frequentierte Seiten konzentrieren.

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