Auf Google Plus kommen Spitznamen, Nicknames, Pseudonyme und Fantasienamen: Google denkt um.
Google führt eine lang erwartete Neuerung für Abonnenten von Google Plus, seinem sozialen Netzwerk, ein.
Es wird berichtet, dass ab heute auch ein Spitzname oder eine Fantasienamen verwendet werden kann, im Gegensatz zu dem, was bisher galt.
Von Beginn an des Google Plus-Projekts hat sich das zuständige Personal dafür entschieden, die Profile untrennbar mit dem Namen und Nachnamen der Nutzer zu verknüpfen.
Keine Spitznamen und Anonymität mehr: Die Abonnenten mussten ihre persönlichen Daten angeben, um sich im sozialen Netzwerk von Mountain View anzumelden. Dies alles wurde im Hinblick auf die Bildung von Kreisen realer Personen konzipiert, die sich nicht hinter Anonymität oder fiktiven Namen verstecken.
Von Anfang an gab es viele Proteste von Abonnenten aus verschiedenen Gründen: Es wurde oft darauf hingewiesen, dass die Abonnenten mit Künstlernamen und Spitznamen, unter denen sie im Netz bekannt sind, dennoch klare und erkennbare Identitäten beibehalten würden, ohne gezwungen zu sein, ausschließlich ihren Vornamen zu verwenden.
Trotz des Drucks der Abonnenten lehnte Google diese Möglichkeit immer ab, und gerade als man sich daran gewöhnt hatte, keine anderen Daten als seinen Namen und Nachnamen verwenden zu können, kam die Innovation.
Grünes Licht also für die Verwendung von Pseudonymen: Die Neuerung wurde auf dem offiziellen Google+ Account angekündigt.
Es wurde erklärt, dass entschieden wurde, diesen speziellen Aspekt zu überdenken, da man erkannt habe, dass ein bestimmter Prozentsatz von Personen offensichtlich davon abgehalten wird, Kommentare zu hinterlassen oder sich online mit „Name und Nachname“ öffentlich zu äußern.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Google Plus zu einem „Niemandsland“ wird: Das Personal wird darüber wachen, wer sich hinter Anonymität versteckt, um die Gelegenheit zu nutzen, lästiges und reines Troll-Verhalten an den Tag zu legen.
Ab heute kann sich also jeder bei Google+ anmelden, auch ohne reale persönliche Daten zu verwenden.
Besser spät als nie, könnte man einwenden. Man weiß jedoch: Im Bereich „soziale Netzwerke“ kann man sicherlich nicht behaupten, dass Google jemals durch Vorherigkeit oder Innovation geglänzt hätte.

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