Laut einer Untersuchung der Journalisten von „L’Espresso“ hat der E-Commerce-Gigant eBay in Italien eine Mitteilung der Steuerbehörde über die Einleitung einer Steuerprüfung erhalten.
In den letzten Monaten wird viel über die Einnahmen der großen Internetgiganten gesprochen, da die Staaten, in denen Unternehmen wie Amazon, Google, Facebook und ähnliche Unternehmen tätig sind, Maßnahmen ergreifen, um zu prüfen, ob und in welchem Umfang diese Unternehmen in den Staaten Steuern zahlen müssen, in denen sie tätig sind.
Wir erfahren gerade, dass in der neuen Ausgabe von „L’Espresso“ eine Untersuchung veröffentlicht wird, aus der die Indiskretion durchgesickert ist, dass eBay eine Steuerprüfungsmitteilung von Italien erhalten hätte.
Die italienische Steuerbehörde arbeitet tatsächlich daran, einen Betrag einzutreiben, der 70 Millionen Euro übersteigen würde.
Der Vorwurf gegen die Führungskräfte von eBay lautet, dass sie keinen einzigen Cent Steuern gezahlt hätten, obwohl sie in Italien (sowie übrigens in vielen anderen Ländern der Welt) Geschäfte machen. Daher hätten die italienischen Behörden 21,2 Millionen Euro an nicht gezahlten Steuern und 55,6 Millionen Euro an Zinsen und Strafen auf den vorherigen Betrag geschätzt.
Insgesamt wären es also 76,8 Millionen Euro Einnahmen, die Italien – vertreten durch die Steuerbehörde – von eBay.
Laut „L’Espresso“ hätte der US-Gegner jedoch bereits Berufung bei der Steuerkommission von Mailand eingelegt.
Die vollständige Untersuchung kann in der heute im Handel erhältlichen Ausgabe von „L’Espresso“ gelesen werden; wir werden die weitere Entwicklung der Angelegenheit in den kommenden Monaten verfolgen.

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