Smart Working ist für viele Unternehmen zu einer festen Gewohnheit geworden. Freiberufler und Angestellte arbeiten dank des Webs und seiner Möglichkeiten remote. Telearbeit bietet verschiedene Vorteile, wie z.B. die Möglichkeit flexibler Arbeitszeiten. Sie birgt jedoch auch zahlreiche Risiken, insbesondere im Hinblick auf die Cybersicherheit. Remote zu arbeiten bedeutet, vertrauliche Informationen in das Netzwerk einzuspeisen, damit alle Mitarbeiter sie nutzen können. Der Schutz dieser Informationen ist für Unternehmen eine wesentliche Priorität, da sonst Datenlecks und mögliche wirtschaftliche Verluste drohen. Es stellt sich daher die Frage: Wie schützt man dieCybersicherheit von Unternehmen mit agilen Mitarbeitern?
1. Passwörter sicher aufbewahren
Jeder Freiberufler und Remote-Mitarbeiter hat sein eigenes Konto und Passwort, um sich in den Arbeitsplattformen anzumelden. Um remote zu arbeiten, muss man auf Verwaltungsplattformen, geschützte Bereiche von Unternehmenswebsites, Software für die Zusammenarbeit und E-Mail-Postfächer zugreifen. Einen effektiven Passwortschutz zu gewährleisten, ist unerlässlich geworden, um unerwünschte Zugriffe durch böswillige Akteure zu verhindern. Das Risiko besteht in Identitätsdiebstahl oder dem Diebstahl sensibler Informationen. Die für den Zugriff auf die verschiedenen Tools für die Zusammenarbeit in der Telearbeit verwendeten Codes müssen sorgfältig generiert und effektiv gespeichert werden.
2. VPN-Verbindungen nutzen
Agiles Arbeiten bringt viele Vorteile mit sich, wie z.B. die Möglichkeit, talentierte Fachkräfte außerhalb des Unternehmensstandortes einzustellen. Viele Unternehmen können ihre Mitarbeiter sogar remote schulen dank der Vorteile von E-Learning. So kann ein Unternehmen mit Sitz in Mailand einen Freiberufler aus Palermo als Mitarbeiter haben. Dieses Phänomen hat die IT-Grenzen von Unternehmen erweitert und die Zugangspunkte zu den Unternehmensdaten für Cyberbetrüger erhöht. Um die Verbindung von Remote-Mitarbeitern abzusichern, können jedoch sogenannte VPNs verwendet werden. Worum handelt es sich dabei? VPN steht für Virtual Private Network, also ein virtuelles privates Netzwerk. Es ist ein Dienst, der die Verbindung maskiert und sie Dritten gegenüber unsichtbar macht. Die IP-Adresse ist verborgen, ebenso wie die mit dem Web ausgetauschten Daten, wodurch schutzbedürftige Informationen eines Unternehmens geschützt werden.
3. PC-Programme ständig aktualisieren
Jeder Remote-Mitarbeiter nutzt seinen eigenen PC. Es ist wichtig, dass Unternehmen Feedback zu den von ihnen verwendeten Schutzsystemen einholen. Insbesondere ist es unbedingt notwendig, keine Raubkopien von Software zu verwenden, um Kosten zu sparen, da diese anfälliger für Cyberangriffe sind und nicht aktualisiert werden können. Insbesondere machen Updates Programme sicherer, indem sie Bugs und Schwachstellen früherer Versionen beseitigen.
4. Antiviren-Software einsetzen
Seit 2020 wurde ein Anstieg der Cyberangriffe in Italienregistert. Um effektiv im Smart Working arbeiten zu können, muss jedes Gerät, das sich mit den Online-Tools des Unternehmens verbindet, über aktualisierte Antivirenprogramme verfügen. Die besten Antivirenprogramme besitzen effektive kostenlose Versionen. Die kostenpflichtigen Versionen bieten einen vollständigen Schutz vor Viren und Malware. Bösartige Angriffe im Netz werden immer zahlreicher und heimtückischer. Es gibt zum Beispiel Software, die in der Lage ist, alles aufzuzeichnen, was auf der Tastatur eingegeben wird, und so nach sensiblen Informationen zu suchen. Antivirenprogramme scannen PCs und eliminieren jede Bedrohung, damit Unternehmen und Mitarbeiter unbesorgt arbeiten können.
5. Personal schulen
Das Personal, das mit einem Unternehmen auch im Rahmen agiler Arbeit zusammenarbeitet, muss entsprechend geschult werden, um Bedrohungen erkennen zu können. Es ist notwendig, Wissen zu vermitteln, das über das Verhalten bei Geräteinfektionen, dem Empfang verdächtiger E-Mails oder Fehlfunktionen des Personalcomputers aufklärt.
6. Sichere Webseiten besuchen
Zu den Verhaltensweisen, die Mitarbeiter zum Schutz ihrer Arbeitsgeräte an den Tag legen müssen, gehört das Surfen ausschließlich auf sicheren Websites. Das Web ist wie ein Meer voller Ankerplätze, von denen einige unsicher und tückisch sind. Um eine sichere Website zu erkennen, muss man auf das Schlosssymbol links in der Adressleiste des Browsers achten. Dieses Merkmal weist auf das Vorhandensein des HTTPS-Protokolls hin, einer Zertifizierung, die die Zuverlässigkeit einer Website bescheinigt, d.h. die Verschlüsselung der zwischen dem Netzwerkserver und dem Browser übertragenen Daten.
7. Zugriffszuordnung durchführen
Unternehmen mit Remote-Mitarbeitern müssen wissen, wer auf ihre digitalen Assets zugreift und welche Aktionen er durchführt. In diesem Sinne muss sich die IT-Abteilung darum kümmern, Logins zu überwachen, Identifikationen durchzuführen und alle Operationen zu kennen. Im Falle von verdächtigen oder unbekannten Zugriffen und Bewegungen muss sie sofort alarmiert werden und die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um das potenziell gefährliche Konto zu blockieren und zu isolieren.
8. Regelmäßige Backups durchführen
Eine der heimtückischsten Folgen eines Cyberangriffs ist der Datenverlust. Genau aus diesem Grund ist es notwendig, in regelmäßigen Abständen Backups zu erstellen, um bereits geleistete Arbeit oder andere wertvolle Informationen nicht zu verlieren. Dies ermöglicht es, alle Informationen an einem sicheren Ort, fernab von den Gefahren, zu speichern. Im Falle eines Angriffs können alle Informationen umgehend wiederhergestellt werden, ohne weitere Arbeitstage zu verlieren.
9. Das Prinzip des geringsten Privilegs anwenden
Das Prinzip des geringsten Privilegs ist ein Sicherheitssystem, das darin besteht, einem bestimmten Benutzer minimale Zugriffsrechte zuzuweisen. Im Wesentlichen verfügt jedes Konto nur über die Berechtigungen, die für die Ausführung seiner Aufgaben unbedingt erforderlich sind. Auf diese Weise wird im Falle eines bösartigen Angriffs der Angriffspunkt auf den eingeschränkten Bereich begrenzt, in dem das Profil Zugriff hatte. Der Rest der Informationen bleibt unverletzt und unzugänglich.
10. Mehrstufige Authentifizierung einführen
Eines der neuesten Systeme zum Schutz des Zugriffs auf die digitalen Assets eines Unternehmens ist die mehrstufige Authentifizierung. Um auf eine Plattform zuzugreifen, besteht die erste Authentifizierungsstufe aus der Eingabe eines Passworts. Dies reicht jedoch für den Login nicht aus. Es ist notwendig, ein zweites Passwort einzugeben, um beispielsweise in das System zu gelangen. Dies bedeutet, dass selbst wenn das erste Passwort gestohlen werden sollte, dies nicht ausreichen würde, um den Cyberangriff erfolgreich zu machen.
Agiles Arbeiten ist eine große Chance für Arbeitnehmer und Unternehmen. Die Möglichkeit, Berufs- und Privatleben zu vereinbaren, ist für Fachkräfte, die immer mehr Wert auf die Work-Life-Balance legen, sehr attraktiv. Unternehmen können sich ihrerseits auf Talente verlassen, die weit von ihrem operativen Standort entfernt sind. Dieses Phänomen erweitert jedoch die digitalen Räume eines Unternehmens und vervielfacht die Zugangspunkte zu seinen Online-Assets. Hier wird die Cybersicherheit zu einem entscheidenden Element, um die Zusammenarbeit im Smart Working effektiv und sicher zu gestalten.
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