Youtube, Youreporter und DailyMotion werden von Agcom wie das Fernsehen behandelt

Regulatorisches Paradoxon in Italien im Web: AgCom, die Kommunikationsaufsichtsbehörde, richtet den Fokus auf Youtube, Youreporter, DailyMotion und ähnliche Seiten. Das Ergebnis: Die nutzererstellten Portale zur Videoverbreitung werden de facto mit dem traditionellen Fernsehen gleichgesetzt.

Bei der Verabschiedung der neuen Vorschriften hat die AgCom die traditionelle Fernsehen und die von Nutzern erstellte Video-Sharing-Websites auf dieselbe Stufe gestellt. Konkret betrachtet AgCom Portale wie Youtube und Youreporter als audiovisuelle Mediendienste, da sie wirtschaftlich genutzt werden und einen Umsatz von mehr als 100.000 Euro jährlich erzielen.
Diese wirtschaftliche Tatsache stellt einen Fernsehsender mit künstlerischer und redaktioneller Leitung auf dieselbe Ebene wie Seiten, deren Inhalte von Nutzern generiert werden, die zwar Vorschriften einhalten müssen, aber sicherlich nicht denselben Regelungen wie ein Fernsehsender unterliegen.
Genau das Romani-Dekret, obwohl umstritten und älter als diese Vorschriften, hatte die Frage geklärt, indem es Youtube von den Verpflichtungen, denen Fernsehsender unterliegen, ausgeschlossen hatte. AgCom wendet nun aber die Lage vollständig um und legt Neuerungen für Web-TV und Web-Radios fest.
Wenn man die betreffenden Beschlüsse genau durchgeht, würde Youtube dort auftauchen – trotz seiner anderen Natur – aufgrund der Tatsache, dass es Werbung sammelt und mehr als 100.000 Euro jährlich einnimmt. Dementsprechend, so diese Beschlüsse, Youtube (sowie Youreporter, Vimeo oder Dailymotion) muss in erster Linie die Vorschriften zur redaktionellen Verantwortung beachten. Außerdem wird eine Gebühr von 500 Euro fällig, es muss eine Korrekturanordnung innerhalb von 48 Stunden nach Anforderung der Betroffenen umgesetzt werden und – hören Sie zu – es muss ein System entwickelt werden, um ein Verbot der Veröffentlichung von für Kinder ungeeigneten Inhalten während der geschützten Sendezeiten durchzusetzen. Im Grunde genau wie im Fernsehprogramm.
Es ist offensichtlich zu erkennen, dass eine ziemlich deutliche Kluft zwischen der Entscheidung von AgCom und der Natur des von Youtube und ähnlichen angebotenen Dienstes entstanden ist.
Offizielle Erklärungen von Google (Eigentümer von Youtube) und allen Beteiligten, die von den neuen AgCom-Vorschriften betroffen sind, werden erwartet.

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