Die Agcom, die Kommunikationsbehörde, hat dem Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung vorgeschlagen, die endgültige Abschaltung in Italien vorzuverlegen: Das analoge Signal bis Ende 2011 statt 2012 auszuschalten, dem von der Europäischen Gemeinschaft festgelegten letztmöglichen Termin.
Die Agcom vertritt eine beim Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung eingereichte Forderung und verlangt eine Überarbeitung des Switch-off-Kalenders: Warum bis 2012 warten, um das analoge Signal abzuschalten, wenn es sehr wahrscheinlich ist, dass alles bis 2011 abgeschlossen werden kann?
Rechnet man nach, würde 2012 der Übergang von analog zu digital in der Toskana, Umbrien sowie in den Provinzen La Spezia und Viterbo erfolgen. Gebiete, die laut Agcom problemlos schon deutlich früher in die Switch-off-Aktionen eingebunden werden könnten: bereits im zweiten Halbjahr 2011.
Falls dies tatsächlich eintreten sollte, wäre Italien das erste europäische Land, das den Digitalisierungsprozess vollständig abschließt; eine Führungsrolle, die offenbar diesen Vorschlag zur Vorverlegung des Switch-off-Kalenders in Italien prägt.
Dies würde eine Beschleunigung der Verfahren zur Frequenzauktionierung bedeuten, also frisches Kapital für die Staatskassen, die nach einer ersten Schätzung mindestens zweieinhalb Milliarden Euro einnehmen könnten. Um dies zu erreichen, sieht das Gesetz jedoch vor, dass die Auktionen erst nach vollständigem Abschluss des Switch-off-Prozesses eröffnet werden dürfen.
Hier liegt also die Erklärung für den Wunsch, den Kalender neu zu ordnen und die ursprünglich vorgesehenen Zeiten vorzuziehen.

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