Volunia, italienische Suchmaschine eher Facebook als Google

Der neue Suchmotor Volunia, seek und meet, startet. Auf den ersten Blick scheint die Suchmaschine eher Facebook zu ähneln als der Suchmaschine aus Mountain View. An der Spitze des Projekts steht Massimo Marchiori, Erfinder des Google-Algorithmus.

An der Universität von Padua wurde die neue italienische Suchmaschine mit dem Namen vorgestellt Volunia. Derzeit ist die Suchmaschine noch nicht nutzbar, und nur einige ausgewählte Beta-Tester, die nach eingegangenen Anfragen ausgelost wurden, können die sich in Entwicklung befindliche Suchmaschine nutzen. Im Start-up gibt es keine Frauen, während sich die Server – ebenso wie ein Teil des Entwicklungsteams – in Sardinien befinden, wo auch der technische Teil angesiedelt ist.

Massimo Marchiori, der italienische Forscher, der vor fünfzehn Jahren noch bei Google (damals nur ein Start-up) tätig war und zu den Erfindern der Algorithmen der Suchmaschine aus Mountain View gehörte, hat beschlossen, nach Italien zurückzukehren, um seine neue Herausforderung zu starten. Eine neue Suchmaschine, die, wie Marchiori selbst sagt, nicht die Absicht hat, Google Konkurrenz zu machen. Zumindest nicht unmittelbar.

Bis wir Volunia näher kennenlernen, können wir nur vorwegnehmen, dass sie auf den ersten Blick eher Facebook ähnelt als Google, wobei der Fokus stark auf sozialer Suche liegt. Die grafische Ähnlichkeit (auch wenn es noch zu früh ist, um das genau zu sagen, da wir nur einige Folien zur Verfügung haben) liegt eher bei einer Suche mittels Karten.

Die Pressekonferenz zur Vorstellung von Volunia, die einige peinliche Momente zu Beginn hatte, als der Projektor für die Folien nicht funktionierte, war nicht besonders aufregend, obwohl Marchiori bewies, dass er sehr einfach und bescheiden vor dem Publikum und den zahlreichen über Streaming verbundenen Nutzern und Fachleuten sprechen kann.

Es bleiben einige Zweifel hinsichtlich des möglichen Erfolgs dieser Initiative, die in dieser Phase etwa zwei Millionen Euro gekostet hat. Was wird das Kerngeschäft von Volunia sein? Wird es Raum für Werbung geben und wo? Wie wird es die Datenschutzprobleme lösen (die Suchmaschine scheint aus sozialer Sicht sehr stark ausgerichtet zu sein)? Fragen, die auch in sozialen Netzwerken wie Twitter aufgekommen sind, wo viele eher skeptisch sind, ob das Projekt tatsächlich Erfolg haben wird.

Manche meinen, dass es im Jahr 2012 schwierig ist, ein solches Start-up mit „nur“ zwei Millionen Euro zum Erfolg zu bringen, während andere denken, das finale Ziel dieser Suchmaschine sei nur der Verkauf. Wir werden sehen.

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