Sobald genehmigt, legt das Levi-Gesetz eine Grenze für den Rabatt fest, der auf den Preis von eBooks angewendet werden darf, um den Buchmarkt in unserem Land zu regulieren und zu vereinheitlichen.
Bis zu welchem Prozentsatz ist es zulässig E-Books zu rabattieren? Diese Frage wurde gestellt und das Levi-Gesetz hat unter anderem mit einer parteiübergreifenden Meinung geantwortet: nicht mehr als 15 % des Ladenpreises.
Tatsächlich bezieht sich dieser Rabatt nicht nur auf E-Books sondern auch auf Bücher, daher wird die Bestimmung sowohl Online-Shops als auch Buchhandlungen und stationäre Verkaufsstellen betreffen.Das Onlinestore
kann erhöht werden, aber nur im Falle von Werbekampagnen die den genannten Prozentsatz um einige Punkte anheben können: Die Preise können also maximal um 25 % gesenkt werden (nur 20 % während Buchmessen und Buchausstellungen), vorausgesetzt, die Aktion dauert nicht länger als einen Monat und wird nicht zeitgleich mit der Weihnachtszeit gestartet, die oft als „Hochsaison“ gilt, eine Ausdrucksweise aus dem Reisebereich.
Das Levi-Gesetz wurde mit der Absicht geschaffen, den Buchmarkt in Italien zu vereinheitlichen, eine Situation, die – so Marco Polillo, Präsident des italienischen Verlegerverbands – „unreguliert“ war. Die große Freiheit, auch sehr hohe Rabatte zu gewähren, seitens der E-Commerce-Plattformen, hat im übrigen Sektor stets heftige Proteste ausgelöst.
In diesem Zusammenhang fügte Polillo noch hinzu: „Ich drücke große Zufriedenheit über die Verabschiedung des Levi-Gesetzes aus, das endlich die Rabatte beim Buchverkauf regelt, Ergebnis einer langen Debatte, an der alle Akteure der Buchbranche – Verleger, Buchhändler und Distributoren – beteiligt waren.“
Das Gesetz tritt ab dem 1. September 2011 in Kraft, bis dahin wird man wahrscheinlich noch einige sehr stark rabattierte Angebote finden können.
So stehen die Dinge: Buchhändler und Einzelhändler können nicht mehr auf subjektive Handelsstrategien setzen; alles wird sozusagen dem Verlag überlassen, der allein den Ladenpreis festlegen darf.
Die Angelegenheit scheint jedoch noch nicht ganz abgeschlossen: Senator Asciutti hat bereits die Eröffnung einer Debatte gefordert, um ein Gesetz zu erwägen, das den Markt des digitalen Verlagswesens regelt, ein Markt, der sicherlich nicht ignoriert werden kann und der nicht vollständig dem gedruckten Buch gleichgestellt und angepasst werden sollte.

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