Facebook in Frankreich im Fernsehen und Radio verboten

In Frankreich ist Facebook im Fernsehen und Radio verboten: In den traditionellen Medien darf „Facebook“ nicht mehr erwähnt werden, ebenso wenig „Twitter“. Erfahren wir mehr darüber.

Kuriose Nachricht aus Frankreich: Begriffe wie Twitter e Facebook wurden verboten im Fernsehen und Radio, wenn sie in Informationssendungen ausgesprochen oder gezeigt werden.
Das ist kein Scherz oder Sensationsnachricht, sondern eine klare Direktive der örtlichen Behörden. Nichts Neues in Frankreich: Die Entscheidung basiert auf einem Gesetz aus dem Jahr 1992, das die Förderung von Marken und Handelsunternehmen im TV- oder Radiokontext verbietet, da man sich sonst in einer unangenehmen Situation befände, die man in Italien als versteckte Werbung bezeichnen würde.
Um sich auf Facebook e Twitter zu beziehen, müssen daher allgemeine oder synonyme Begriffe verwendet werden, zum Beispiel der Ausdruck „soziales Netzwerk“ im weiteren Sinne.
Christine Kelly, Sprecherin des Conseil Supérieur de l’Audiovisuel in Paris, erklärte, dass – obwohl es sich um immer häufiger verbreitete Realitäten im Leben eines jeden handelt – die Nennung von Facebook statt eines anderen „kleineren“ sozialen Netzwerks zu einem Wettbewerbsnachteil zugunsten kleinerer, aber dennoch existierender Webangebote führen würde.
Diese Maßnahme bedeutet also das Ende der abschließenden Botschaften mancher Sendungen, die bisher die Zuschauer eingeladen haben, weiter in Kontakt zu bleiben, indem sie sich auf der Facebook-Seite (oder Twitter) der Sendung anzumelden, um eine Art versteckter Werbung zu vermeiden, die nicht mehr toleriert wird. Gleiches gilt für Einblendungen.
Es sei denn, es handelt sich um eine echte Werbung oder eine sachliche Nachricht, Facebook e Twitter müssen – zumindest als Begriffe – aus den Fernseh- und Radiosendern in Frankreich ferngehalten werden.

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