Die **Matura 2011** bringt unter den **Aufgaben für den Italienisch-Test** auch **Social Media** mit sich, neben den traditionellen Themen aus Literatur, Geschichte und der Kurzessenz. Sind Facebook, Twitter und die anderen Netzwerke die neuen Medien geworden, auf denen das Konzept der Berühmtheit gespielt wird?
Erster Prüfungstag der Matura 2011: Die Erwartung und die fieberhafte Suche nach den Prüfungsaufgaben online waren groß. Gut 30 Minuten nach dem Öffnen der ministeriellen Umschläge wurden die Prüfungsaufgabenauch im Netz veröffentlicht, und was den Beobachtern des Internets sofort ins Auge sprang, war die Einbeziehung der sozialen Medienin die Prüfungsthemen.
Genauer gesagt, die Aufgabe über Andy Warholfordert die Schüler auf, über die heutige Bedeutung des Konzepts von Berühmtheit sowohl im Fernsehbereich als auch in den sozialen Netzwerkennachzudenken. Hier ist der vollständige Text, wie er den Abiturienten vorgeschlagen wurde: “ In der Zukunft wird jeder 15 Minuten lang auf der ganzen Welt berühmt sein. Der Kandidat analysiere den Wert, der der Berühmtheit in der heutigen Gesellschaft beigemessen wird, und denke über das Konzept der Berühmtheit nach, das von der Fernsehindustrie (Reality- und Talent-Shows) vorgeschlagen oder von sozialen Medien (Twitter, YouTube, Facebook) verbreitet wird.„.
Die auf den sozialen Netzwerken erzählte Realität ist mittlerweile immer mehr Dreh- und Angelpunkt einer Sozialität, in der sich junge Menschen vollkommen vertieft zeigen. Die sozialen Medien werden, gemessen an der Präferenz für diese Aufgabe, nicht mehr als „Modeerscheinung“ betrachtet, sondern als alltägliches Werkzeug zur gemeinsamen Nutzung und Verwaltung der eigenen Online-Persönlichkeit.
Nicht nur: Welchen Einfluss hatten die sozialen Medien – und Twitterinsbesondere – bei der Berichterstattung über Krisen in ansonsten stummen Ländern, liegt auf der Hand.
Ist das auch Berühmtheit? Wahrscheinlich ist es eine neue Berühmtheit, die durch historische Ereignisse, die in Echtzeit und nicht erst durch Zeitungen und Geschichtsbücher erzählt wurden, „verantwortlich“ gemacht wird.
Natürlich werden die sozialen Medien nicht immer für so edle und anspruchsvolle Zwecke genutzt: meistens – vor allem Facebook e Youtube – verbergen sie eine Welt des „Spaßes“, manchmal um jeden Preis.
So wird es zur Herausforderung gegen Langeweile oder Tristesse, zur Verfechtung der berühmten 15 Minuten Ruhm zu werden, von denen Andy Warhol spricht: Viele prahlerische Taten werden auf den sozialen Medien dokumentiert, wie die Chroniken erzählen.
Und wo wir gerade von Chroniken sprechen, wie kann man nicht berücksichtigen, dass man heutzutage bei jedem aktuellen Ereignis, bevor man sich für Interviews und Aufnahmen an die betroffenen Personen wendet, nach dem Facebook-Profil sucht und Fotos und Status-Updates durchforstet?
Selbst Ermittler werfen in Fällen von Verbrechen einen Blick auf die sozialen Medien der Beteiligten, wenn auch mit allen gebotenen Vorsichtsmaßnahmen.
„Ich twitte, also bin ich“: Anscheinend existiert man nur, wenn man in den sozialen Medien präsent ist?
Trotz der Vermutungen über die Prüfungsaufgaben der Matura 2011, die in den letzten Tagen kursierten und die Wasser- und Fukushima-Themen als mögliche Themen favorisiert hätten, waren die Hauptfiguren am Ende ironischerweise für alle sichtbar: die social media, genau jene virtuellen Orte, über die Gerüchte und Hypothesen verbreitet wurden.

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