Google und die Internetrecherche machen angeblich geistig faul: dies ist das Ergebnis einer Studie einer Forschergruppe der Columbia University in New York.
Wir brauchen schnell eine Information und der erste Gedanke ist „Frag doch Google„: wer hebt die Hand, der noch regelmäßig auf Lehrbücher, Wörterbücher, handschriftliche Enzyklopädien und überlieferte Notizen zurückgreift, um Antworten auf seine Warum-Fragen zu finden. Sogar einfache Kochrezepte sucht man meist online, trotz der Kochbücher der Großmutter und anderen Kochbüchern.
Die Gewohnheit, das Web zu nutzen und die Suchmaschinen zu verwenden, um die Bedeutung von Wörtern, Daten historischer Ereignisse, Gesetze und vieles mehr zu erfahren, hat sich unter den Webnutzern fest etabliert.
Die Vorteile sind offensichtlich und für jeden sichtbar: das universelle Wissen kompakt auf dem Bildschirm, jederzeit und in wenigen Sekunden verfügbar.
Offenbar gibt es jedoch auch Nachteile, die berücksichtigt werden sollten. Insbesondere laut den Ergebnissen einer aktuellen Studie von Betsy Sparrow von der Columbia University in New York ist die geistige Faulheit.
gefährdet. Die Informationen reisen so schnell, dass sie nicht die Zeit haben, Spuren in unserem Gehirn zu hinterlassen, das durch das Web überlastet und überreizt ist, bis es tatsächlich sehr faul wird.
Die „Schuld“ liegt natürlich nicht bei der Suchmaschine selbst, sondern bei der Tatsache, dass man immer mehr auf das Web vertraut: praktisch zu wissen, dass eine Information sowieso immer online verfügbar bleibt, versetzt das Gehirn nicht in den Zustand, alles genau zu merken.
Die Studie wurde durchgeführt, indem zwei Gruppen von Jugendlichen beteiligt wurden: Einer wurde gesagt, dass ihnen ein PC zur Verfügung stehen würde, der anderen Gruppe wurde diese Möglichkeit nicht gegeben.
Die erste Gruppe zeigte, dass sie sich an wenig von den im Experiment gelernten Fakten erinnerte, weil sie wusste, dass sie sich auf den PC-Inhalt verlassen konnte. Die zweite Gruppe, ohne technische Unterstützung, speicherte dagegen besser und mehr ab.
Es gibt noch mehr: Wenn man den Schülern den Namen des PC-Ordners mit den Themen genannt hat, zeigten die Jugendlichen, dass sie sich perfekt an den Namen des Ordners erinnerten, aber nichts anderes behalten hatten.
Vor Jahren wurden ähnliche Schlussfolgerungen im Zusammenhang mit der Nutzung von Handys gezogen, die es ermöglichen, Nummern direkt aus dem Adressbuch abzurufen, wodurch das menschliche Gedächtnis „in den Ruhestand geschickt“ wurde.
Alles in allem, wenn dies die Ergebnisse der Nutzung neuer Technologien sind, könnte es dem Gehirn helfen, wieder Gedichte zu rezitieren und mit Kreuzworträtseln und ähnlichen Spielen zu üben.

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