Google+ erscheint in Italien, mit all den Neuerungen, die es mit sich bringt: Das eigentliche Social-Projekt von Google heißtCircles, das per Einladung aktiviert werden kann.
Nachdem das neue Produkt angekündigt wurdeGoogle+1, kommt heute aus Mountain View ein umfassenderes und definiertes Social-Projekt: Google+ (es ist verboten, es „Google plus“ zu nennen, denn der korrekte Name ist „Google Plus“) rückt mit einem strukturierten Konkurrenten von Facebook, dem unangefochtenen König der Online-Sozialität, in den Fokus.
Google+, derzeit nur per Einladung aktivierbar, ermöglicht es den Mitgliedern, Gruppen zu bilden, die „Circles“ genannt werden. Wir hatten bereits über die ersten Gerüchte gesprochen, die um das Circles-Projekt kursierten, aber heute wird alles klarer.
Jeder „Kreis“ wird nur an die Gruppenmitglieder und nicht an eine allgemeine Öffentlichkeit geteilte Inhalte, Statusaktualisierungen und „Likes“ weiterleiten.
Für die Weitergabe eigener Inhalte (wie Fotos oder Videos) Google+ ermöglicht das Hochladen von multimedialem Material in die Cloud, und das alles automatisch – wenn Sie es explizit wünschen – insbesondere bei Android-Geräten.
Darüber hinaus kann Ihr eigener Feed-Strom einfach auf Ihrem Profil gefunden und somit geteilt werden.
Um Interesse an etwas zu zeigen, wurde etwas Ähnliches wie das „Gefällt mir“ von Facebook eingeführt: Es heißt „Sparks“ und erfüllt dieselbe Funktion.
Um dann einfacher mit Ihren Kontakten zu kommunizieren, Google setzt die Funktion „Hangouts“ ein: Wenn Sie daran teilnehmen, wird eine Multi-Videokonferenz aktiviert. Das ist sogar besser als Skype zu diesem Zeitpunkt!
Trotz der offensichtlichen Ähnlichkeiten mit den Facebook-Mechanismen (was soll man auch im Bereich der Social Media 2.0 anderes erfinden?), scheint die entscheidende Differenzierung, auf die Google es anlegen will, die „Privatsphäre“ zu sein, die bei Facebook (vorausgesetzt, die persönlichen Einstellungen werden entsprechend angepasst) stark kritisiert wird, als zentrales Konzept von „Circles“ laut Google.
Auf dem Papier scheint Google+ein gehaltvollerer und vollständigerer Versuch eines sozialen Netzwerks zu sein: Man kann nicht umhin, sich daran zu erinnern, dass Google enttäuschende Erfahrungen mit sozialen Netzwerken hinter sich hat. Sowohl Google Buzzals auch Google Wavekonnten sich nicht profilieren und gewannen daher keine Zustimmung. Wird
Google+ es stattdessen schaffen? Werden die Nutzer von Google+ „Abtrünnige“ von Facebook sein oder wird es sich um brandneue Nutzer handeln? Können die beiden sozialen Netzwerke in den Online-Sozialisationsgewohnheiten der Nutzer koexistieren?
Während wir darauf warten, dies herauszufinden, finden Sie hier ein paar Präsentationsvideos des Google+-Projektsund von Circles.

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