Die eingetragenen Lebenspartnerschaften werden von Facebook anerkannt: Zwei neue Auswahlmöglichkeiten im Feld „Beziehungsstatus“ ebnen diesen Weg.
Facebook immer mehr Spiegelbild der Zivilgesellschaft: der Riese der Sozialen Netzwerke hat die Türen für eheähnliche Gemeinschaften geöffnet.
Worin besteht das Ganze? Ganz einfach in der Möglichkeit, den eigenen Beziehungsstatus zu aktualisieren und dabei auch zwei neue Optionen auszuwählen: „Zivile Partnerschaft“ (in einer zivilen Union) und „häusliche Gemeinschaft“ (in einer häuslichen Partnerschaft), wie man dem Bild zu diesem Artikel entnehmen kann.
Die ursprünglichen Bezeichnungen sind auf Englisch, und das ist kein Zufall: die Plattform Facebook ist in Italien nämlich noch nicht auf diese Neuerung angepasst worden, aber man geht davon aus, dass es nur eine Frage der Zeit ist.
Die Initiative von Facebook gegenüber eheähnlichen Gemeinschaften blieb nicht unbemerkt, besonders von homosexuellen Nutzern des sozialen Netzwerks, die in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung sind: diese Neuerung wurde als Akt der Zivilgesellschaft und als durchaus bedeutsame Anerkennung gesehen.
Jarrett Barrios, Präsident der Association Gay & Lesbian Alliance Against Defamation, äußerte sich öffentlich: „Heute hat Facebook eine klare Botschaft zugunsten homosexueller Paare an Nutzer weltweit gesendet.“
Facebook, das sich dem Kampf gegen Diskriminierung 2.0 mit homophobem Hintergrund verpflichtet hat, arbeitet schon länger an dieser Anpassung der Beziehungsstatusangaben, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen, die für dieselbe Sache kämpfen.
Italien, wie eben erwähnt, ist noch nicht in den Genuss dieser Möglichkeit wenigstens auf Facebook gekommen, und es ist noch nicht klar, ob und wann dies auch bei unseren Profilen verfügbar sein wird. Inzwischen wurde die Gruppe „Wir bitten Facebook auch für Italien um die Option „eheähnliche Gemeinschaft““ gegründet, die von Stunde zu Stunde immer mehr Unterstützer gewinnt.
Tatsächlich ist die Öffnung von Facebook für eheähnliche Gemeinschaften noch in einem Anfangsstadium: die Initiative wurde bisher nur in wenigen Ländern gestartet, nämlich in den Vereinigten Staaten, Kanada, Frankreich und dem Vereinigten Königreich.

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