Bluetooth kann feste Gegenstände durchdringen, also auch Wände.
Das bedeutet, dass es verwendet werden kann, sobald die Entfernung zwischen den beiden zu verbindenden Geräten kleiner oder gleich der unterstützten Reichweite ist, ohne dass weitere Überlegungen zur Ausrichtung oder optischen Sichtlinie erforderlich sind. Wenn jedoch ein Bluetooth-Gerät aus der Reichweite des anderen gerät, wird die Verbindung automatisch unterbrochen. Alle Bluetooth-Geräte, die an einem Arbeitsplatz eingesetzt werden, können kleine drahtlose Netzwerke (Netzwerke) erzeugen, also eine Vernetzung von Datenkommunikationen wie beispielsweise ein Computernetzwerk (LAN). Im Gegensatz zu einem LAN beschränken sich die verbundenen Geräte nicht nur auf Computer, sondern umfassen auch andere vielfältige elektronische Geräte wie Mobiltelefone, Kopfhörer, Projektoren, Scanner, Videokameras, Digitalkameras, verschiedene Haushaltsgeräte. Diese kleinen drahtlosen Netzwerke werden allgemein Piconets genannt. Ein Piconet besteht aus zwei oder mehr Peripheriegeräten, die einen Kommunikationskanal mit Bluetooth teilen, bis zu maximal 8 Geräten. Die Frequenz von 2,4 GHz liegt unterhalb der UHF-Amateurfunkfrequenzen, die von 5,65 bis 5,85 GHz reichen. Das Bluetooth-Kommunikationssystem ist so konzipiert, dass es auch in Umgebungen mit starker Störstrahlung, elektromagnetischen Feldern – dem sogenannten Elektrosmog – funktioniert, um stets effiziente und zuverlässige Verbindungen zu gewährleisten. Beispielsweise kann man Musik von der Stereoanlage oder dem Fernseher über kabellose Kopfhörer hören, auch wenn sich Gegenstände oder Hindernisse dazwischen befinden – was mit Infrarotkopfhörern (Irda-Technologie) nicht möglich ist. Geräte mit dieser Technologie kommunizieren also miteinander, indem sie dynamisch ad-hoc-Netzwerke (die Piconets) erstellen und rekonfigurieren (die Konfiguration ändert sich automatisch, wenn ein Gerät hinzugefügt oder entfernt wird), die aus maximal acht Knoten bestehen (mehrere Piconets können wiederum interkonnektiert werden, was die Erweiterungsmöglichkeiten erhöht). Dies ermöglicht es beispielsweise, die Daten eines Laptops und eines PDAs einfach zu synchronisieren, indem man die beiden Geräte zusammenführt, oder automatisch auf die Freisprecheinrichtung umzuschalten, wenn man mit dem Handy ins Auto steigt. All dies ist dank des „Service Discovery Protocol“ (SDP) möglich, das es einem Bluetooth-Gerät erlaubt, herauszufinden, welche Dienste von anderen Geräten im Piconet bereitgestellt werden. Dieses Protokoll kann sowohl als Server (also befragt werden) als auch als Client (andere Geräte abfragen) fungieren, und jedes Gerät verfügt über Informationen zu den angebotenen Diensten und unterstützten Protokollen: Andere Geräte können diese Informationen nutzen, um die Interaktionsmöglichkeiten mit den Knoten des Piconets zu bestimmen. Dies ist notwendig, denn natürlich bietet ein Bluetooth-Drucker nicht dieselben Möglichkeiten wie ein PDA oder ein Headset; daher muss jeder Knoten die Funktionen und Möglichkeiten aller anderen Knoten im Netzwerk kennen. Ein konkretes Beispiel: Wenn ein Bluetooth-Handy eine Textnachricht an einen PDA senden möchte, kann es diesen abfragen, ob er über E-Mail-Funktionalität verfügt oder den Text auf anderem Weg empfangen kann. Wenn ein Gerät zum ersten Mal einem Piconet beitritt, führt es zudem einen „Scan“ aller vorhandenen Knoten durch, um zu verstehen, wie es mit ihnen interagieren kann. Hinsichtlich der Leistung werden Bluetooth-Geräte in Klassen unterteilt: Klasse 1, 2, 3. Ein Notebook implementiert in der Regel eine Bluetooth-Schnittstelle der Klasse 2 mit einer Reichweite von mehreren Metern. Der Bluetooth-Standard erlaubt die Erstellung von WPANs (Wireless Personal Area Networks) mit verschiedenen neuen Diensten, den sogenannten „individuellen drahtlosen Netzwerken“, also Gruppen unterschiedlicher Geräte, die zur Erfüllung individueller Bedürfnisse verbunden sind. Bluetooth ermöglicht nämlich die Verwaltung sowohl von Daten als auch von Sprache und nutzt dabei eine pakettransmissionbasierte Übertragung auf Funknetz für die Daten und eine verbindungsorientierte Übertragungsart für die Sprache.
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