Neuer kabelloser Verhütungschip kommt

Technologische Verhütung ist da: Ein Chip mit drahtloser Steuerung per PC oder Smartphone kommt bald.

In naher Zukunft könnte die Verhütung ein neues Gesicht bekommen und immer technologischer werden: Tatsächlich wird an einer neuen Verhütungsmethode geforscht, die über einen Mikrochip funktioniert.
Das Unternehmen MicroCHIPS mit Sitz in Massachusetts hat ein gesteuert freisetzendes Hormon-Gerät entwickelt, das unter die Haut implantiert werden kann und dann mit Referenzgeräten kommunizieren kann: vom PC über die Fernbedienung bis hin zu Smartphones und Tablets.
Auf diese Weise könnte man es aktivieren und deaktivieren, ohne einen neuen ambulanten Eingriff durch medizinisches Personal. Gleichzeitig wäre es ein nützliches Gerät für lange Zeit, das viele Jahre lang verwendet werden kann.
Die Idee entstand aus einer Frage von Bill Gates – einem der Geldgeber des Projekts durch seine „Bill & Melinda Gates Foundation“ – an Robert Langer vom MIT: Wäre ein leicht zu bedienendes, kontrollierbares und autonom verwaltbares Instrument zur weiblichen Verhütung denkbar?
Die Antwort war bejahend und kam aus der Vergangenheit, da Langer 1990 zusammen mit Giovanni Santini und Michael Cima bereits einen implantierbaren Chip mit einem Modul für ein gesteuert freisetzendes Gerät entwickelt hatte.
Diese an Microchips vergebene Ausrüstung ist daher die Antwort: Im nächsten Jahr beginnt die vom US-Gesetz geforderte Testphase, mit dem Ziel einer Markteinführung im Laufe des Jahres 2018.
Der Chip könnte nicht nur nach Belieben der Benutzerin aktiviert und deaktiviert werden, sondern auch drahtlos mit einem PC oder Smartphone interagieren, so dass die zuständigen Ärzte jederzeit genaue Daten über die Funktionsweise des Verhütungsmittels haben.

Eine solche Neuerung wäre zweifellos interessant im Bereich der Verhütung, auch wenn die Anfrage von Gates und Kollegen Philanthropen nicht so sehr auf die allgemeinen Sitten und Gebräuche der Bevölkerung abzielte, sondern vielmehr darauf, welche Instrumente in armen Ländern zur Geburtenkontrolle bereitgestellt werden sollten. Außerdem könnte die Lebensdauer des Geräts – geschätzt auf 16 Jahre – im Allgemeinen eine Wende im medizinischen Bereich darstellen.
Abgesehen von den notwendigen medizinischen Genehmigungen, die eingeholt werden müssen, muss man sich fragen, wie die Privatsphäre der Benutzerin gewährleistet werden kann.
Kann den Patientinnen versichert werden, dass die vom Gerät kommenden Daten nicht eingesehen oder manipuliert werden können?
Wie können gleichzeitig etwaige Fehlfunktionen des Telecontrol-Systems für die Hormonfreisetzung vermieden werden?
Berechtigte Fragen, aber zumindest zum jetzigen Zeitpunkt schwer zu beantworten.

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