Hier sind die Grundregeln zum Schutz eines drahtlosen Netzwerks.
– Bedenken Sie stets, dass ein drahtloses Netzwerk seiner Natur nach immer abhörbar und angreifbar ist. Die von Ihren Antennen ausgestrahlten Funkwellen breiten sich in der Luft aus und können überall hinkommen, auch dorthin, wo wir es nicht wollen. Fühlen Sie sich niemals zu 100 % sicher, es ist nicht gesagt, dass ein heute als uneinnehmbar geltendes Sicherheitssystem morgen nicht geknackt werden kann. – Schalten Sie den ADSL Wireless Router oder Access Point aus, wenn er nicht benutzt wird: Unabhängig davon, ob er geschützt ist oder nicht, vermeiden Sie so, ihn auch dann böswilligen Zugriffen auszusetzen, wenn Sie ihn nicht verwenden. Manche Geräte, leider nicht alle, bieten außerdem die Möglichkeit, die Verbindung nach Zeitfenstern zu beschränken, so könnten Sie den Zugriff nur während der Arbeitszeit erlauben. Zudem ist es bei vielen Access Points möglich, die Sendeleistung einzustellen. Reduzieren Sie diese auf das mindestmögliche Maß, um so das Aktionsfeld auf das unbedingt Notwendige zu begrenzen. Wenn Sie es schaffen, die Leistung zu senken, ohne dass die Leistung des drahtlosen Netzwerks darunter leidet, vermeiden Sie weitere unautorisierte Verbindungen. – Deaktivieren Sie die SSID-Übertragung: so vermeiden Sie zufällige Verbindungen durch diejenigen, die sich im Bereich Ihres Netzwerks befinden. Natürlich müssen Ihre Clients zuvor eine vordefinierte Verbindung mit dem Namen (also der SSID) des Access Points eingerichtet und gespeichert haben, sonst können auch sie sich nicht mehr verbinden. – Ändern Sie das Zugriffskennwort für das Administrationspanel Ihres Access Points. Viele neue Geräte haben ein standardmäßig bekanntes Passwort, das von verschiedenen Angriffstools bekannt ist oder sogar deaktiviert ist. Dies soll verhindern, dass Unbefugte auf das Administrationspanel zugreifen. – Aktivieren Sie die Filterung nach MAC-Adressen der WLAN-Karten, die sich verbinden: Jede WLAN-Karte fügt die übertragenen Pakete mit einem eindeutigen Identifikationscode der Karte selbst bei, der vom Access Point erkannt wird und der so behandelt werden kann, dass er den Verbindungszugang der verschiedenen Clients erlaubt oder verweigert. Seien Sie jedoch vorsichtig, betrachten Sie sich nicht als sicher, nur weil Sie diese Liste eingerichtet haben, denn die MAC-Adresse kann mit etwas Informatikkenntnis leicht gefälscht werden, sodass ein eventueller Angreifer in Ihr Netzwerk eindringen könnte, indem er sich als jemand anders ausgibt und Zugriff auf das System erhält. – Deaktivieren Sie den DHCP-Server des Access Points (oder Wireless Routers) und ändern Sie die Standard-IP-Adresse des Geräts. Ändern Sie, wenn möglich, die gesamte lokale Netznummerierung und tragen Sie in den Netzwerkeinstellungen der PCs, die sich verbinden sollen, die Daten manuell ein. Der DHCP-Server ist der Mechanismus, der automatisch IP-Adressen an alle verbundenen Computer zuweist. Dieses System ist sehr praktisch für Sie, aber auch für diejenigen, die sich unbefugt verbinden wollen. Für die statische IP-Konfiguration im ganzen lokalen Netzwerk verwenden Sie Adressen vom Typ 10.0.0.0 mit einer Netzmaske 255.0.0.0, um die Suche nach den richtigen IPs so schwer wie möglich zu machen. – Installieren Sie eine Hardware-Firewall, die unter anderem eine granulare Kontrolle über den gesamten Netzwerkverkehr ermöglicht und Sie gegebenenfalls per E-Mail über eine Reihe von Warnungen informiert (zum Beispiel Zyxel ZyWALL 5 UTM, es gibt aber viele weitere). Wenn Sie wenig Geld haben und einen alten PC zu Hause haben, können Sie eine Linux-Distribution installieren, die speziell entwickelt wurde, um eine leistungsfähige Firewall zu erstellen. Ich kann Ihnen zwei Distributionen empfehlen: IPCOP (zu finden unter www.ipcop.org) und Endian Firewall (zu finden unter www.efw.it). Sobald Sie eines dieser Betriebssysteme installiert und nach Ihren Bedürfnissen konfiguriert haben, haben Sie den PC in eine leistungsfähige und vielseitige Firewall verwandelt. Von den beiden Distributionen wird Endian Firewall, obwohl kostenlos, kommerziell vom Hersteller (der zudem in der Provinz Bozen sitzt) unterstützt und bietet professionellen Support für das Produkt. – Aktivieren Sie Verschlüsselungssysteme für die Übertragung. Die aktuell verfügbaren Systeme sind WEP, WPA und WPA2. Diese Systeme basieren auf gemeinsam geteilten Schlüsseln, die sowohl auf dem Access Point (und natürlich auch dem Wireless Router) als auch auf dem Client-PC eingestellt werden müssen. Vermeiden Sie unbedingt WEP (Wired Equivalent Protocol), es ist das älteste System und wurde bereits geknackt. WPA (Wi-Fi Protected Access) ist ein Übergangsprotokoll, das entwickelt wurde, um die Schwachstellen des Vorgängers zu beheben. Es basiert auf einem Teil der 802.11i Spezifikationen und verwendet wie WEP den RC4-Verschlüsselungsalgorithmus. Für den Heim- oder Kleinbürogebrauch wird WPA-PSK implementiert. Empfohlen wird WPA2, sofern alle Geräte im Netzwerk es unterstützen. Es ist chronologisch das neueste und wurde speziell entwickelt, um eine Sicherheitsschicht für die Kommunikation nach dem 802.11-Standard zu bieten, und benutzt als Verschlüsselungsalgorithmus AES, was für Advanced Encryption Standard steht. Denken Sie daran, immer den längsten und kompliziertesten Verschlüsselungsschlüssel einzustellen, einschließlich spezieller und besonderer Zeichen.
Pubblicato in Digitale Werkzeuge
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