GDPR: Kontrolle der eigenen persönlichen Daten für den Datenschutz

Dank der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erhalten EU-Bürger mehr Kontrolle darüber, wie ihre persönlichen Daten gesammelt und verwendet werden, und einen besseren Schutz im Falle von Datenlecks.

GDPR General Data Protection Regulation
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GDPR Akronym: General Data Protection Regulation ein Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten

Wenn Sie online einkaufen, Ihre Steuererklärung abgeben oder sich in sozialen Netzwerken anmelden, können Sie von nun an beruhigter sein, was mit Ihren persönlichen Daten passiert, denn der GDPR schützt Ihre Grundrechte, gibt Ihnen die Möglichkeit zu kontrollieren, wie Unternehmen Ihre persönlichen Daten verwenden, und verpflichtet sie, neue Verfahren zu deren Schutz einzuführen.

Was ändert sich mit der DSGVO für den Datenschutz

Haben Sie es satt, Werbung für Produkte und Dienstleistungen zu erhalten, die Sie nicht interessieren? Sie können verlangen, aus den Marketinglisten des Unternehmens, von dem Sie diese erhalten, entfernt zu werden. Sind Ihnen sensible Online-Inhalte peinlich? Unter bestimmten Umständen können Sie verlangen, dass diese gelöscht werden. Möchten Sie den Anbieter wechseln? Sie haben das Recht, eine Kopie aller Ihrer Daten von Ihrem alten Anbieter zu erhalten, um leichter zu einem neuen wechseln zu können. Strengere Regeln für Datenpannen bedeuten außerdem, dass Sie informiert werden müssen, wenn die Verletzung Ihre Rechte und Freiheiten gefährdet.

Die neuen Regeln gelten in der gesamten Europäischen Union, unabhängig davon, wo die Daten verarbeitet oder das Unternehmen ansässig ist. Sie gelten auch für Unternehmen, die ihren Sitz nicht in der EU haben, aber EU-Bürgern Dienstleistungen anbieten. Egal, ob Sie „lokal“ kaufen oder im Ausland bestellen, Sie profitieren von denselben Rechten und demselben Schutz.

Die für Justiz, Verbraucherschutz und Gleichstellung zuständige Kommissarin Věra Jourová erklärte: „Die Datenschutz-Grundverordnung gibt den Bürgerinnen und Bürgern der Europäischen Union mehr Kontrolle über ihre personenbezogenen Daten. Die neuen Regeln sorgen für einen besseren Schutz personenbezogener Daten, unabhängig davon, wo sie gesendet, verarbeitet oder gespeichert werden, auch außerhalb der EU.“

Obwohl die DSGVO den Bürgern spezifische Rechte einräumt, liegt es in der Verantwortung des Einzelnen, diese durchzusetzen. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Datenschutzrechte verletzt wurden, können Sie sich direkt an die Organisation wenden, die Ihre Daten besitzt. Diese ist verpflichtet, Ihre Anfrage umgehend und kostenlos zu beantworten. Außerdem haben Sie das Recht, eine Beschwerde beim Datenschutzbeauftragten einzureichen, der die zuständige nationale Behörde ist, oder sich an ein Gericht zu wenden.

DSGVO Websites: neue Regeln für das digitale Zeitalter

Die DSGVO ersetzt die europäische Datenschutzrichtlinie aus dem Jahr 1995, lange bevor das Internet und Cloud-Computing neue Formen der Verarbeitung personenbezogener Daten einführten. Seitdem haben sich die Art und Weise, wie wir Daten austauschen und nutzen, radikal verändert, weshalb eine Anpassung der EU-Gesetzgebung notwendig war.

Jeden Tag nutzen über 250 Millionen EU-Bürger das Internet. Während sie online sind, teilen die Nutzer riesige Mengen an persönlichen Daten, wie ihren Namen, ihre Adresse, ihre Ausweisnummer und Gesundheitsinformationen. Insbesondere geben 52 % der Italiener an, dies zu tun, um auf einen allgemeinen Dienst zuzugreifen, während 25 % – der höchste Prozentsatz in der EU – dies tun, um einen auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Dienst zu erhalten, und 14 %, um maßgeschneiderte Angebote zu erhalten.

Die Weitergabe persönlicher Daten birgt zahlreiche potenzielle Risiken, wie z. B. unbefugte Offenlegung, Diebstahl oder Identitätsmissbrauch im Internet. Knapp acht von zehn Italienern glauben, nicht die vollständige Kontrolle über ihre persönlichen Daten zu haben, während 6 von 10 angeben, Unternehmen, die online tätig sind, nicht zu vertrauen.

Darüber hinaus äußern 5 von 10 Italienern Bedenken hinsichtlich mobiler Apps, die Daten ohne ihre Zustimmung sammeln, und mehr als 6 von 10 Bürgern machen sich Sorgen über die Verwendung von Informationen durch Organisationen, die sie preisgeben.

Wie gut sind unsere Rechte bekannt? Eine genauere Betrachtung der italienischen Situation zeigt besorgniserregend, dass nur 31 % der Menschen (gegenüber einem EU-Durchschnitt von 37 %) von einer öffentlichen Behörde gehört haben, die für den Schutz der Bürgerrechte in Bezug auf personenbezogene Daten zuständig ist. Hinzu kommt, dass nur 37 % der Befragten im Bedarfsfall den Datenschutzbeauftragten kontaktieren würden (gegenüber 67 % der Finnen); Italien ist das einzige Land, in dem die Mehrheit der Bürger ein Gericht wählen würde (46 %).

Dennoch ist der Schutz personenbezogener Daten nicht nur ein starkes Anliegen vieler Europäer, sondern auch ein Grundrecht, das voll und ganz geschützt werden muss. Die Datenschutz-Grundverordnung trägt dieser Forderung Rechnung.

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