Twitter veröffentlicht eine besondere Stellenanzeige: gesucht wird ein News Director zur Kontrolle und Verbreitung von Nachrichten.
Änderungen stehen bei Twitter an oder, besser gesagt, Erweiterungen von spontan im sozialen Netzwerk entstandenen Aktivitäten.
Im Bereich der Stellenangebote ist die Präsenz einer neuen Ausschreibung zu erkennen, die sich völlig von den üblichen unterscheidet, die seit seinen Anfängen erschienen sind. Gesucht werden nämlich keine Systemadministratoren, Programmierer oder Entwickler, sondern Twitter benötigt einen Nachrichtenredakteur.
Gesucht wird also der ideale Kandidat, um Strategien zu entwickeln, die Twitter zu einem grundlegenden Werkzeug für Redaktionen und alle Journalisten machen.
Die rasante Verbreitung von Nachrichten ist schließlich zum Markenzeichen der Microblogging-Plattform geworden, und nicht umsonst zitieren immer häufiger Fernsehsendungen, politische Debatten und die Presse Twitter als primäre und ursprüngliche Nachrichtenquelle.
Weit davon entfernt, ein reines Informationsorgan im eigentlichen Sinne werden zu wollen, zeigt die Lektüre der Stellenausschreibung von Twitter vielmehr, dass die Plattform ein Medium der Zusammenarbeit mit traditionellen Medien werden kann, und gerade deshalb ist eine koordinierte und strukturierte Arbeit erforderlich, die von einem Nachrichtenredakteur geleistet wird.
Die Anforderungen für eine Bewerbung sind nicht gerade allgegenwärtig, da mindestens 15 Jahre Erfahrung in der Welt des Journalismus und der Information sowie 10 Jahre Leitung von Arbeitsgruppen gefordert werden. Eine Rolle von großer Verantwortung muss durch eine solide Erfahrung gestützt werden, da darauf hingewiesen wird, dass diese neue Figur de facto zum offiziellen Vertreter von Twitter in der US-amerikanischen Informationsbranche wird.
Dass in diesem Sektor etwas geschehen würde, war schon seit einiger Zeit absehbar: In den letzten Wochen wurde bekannt, dass Twitter verschiedene Fachleute in seinen Stab aufgenommen hat, die insbesondere von den Redaktionen des Washington Post und des Guardian kommen, ganz zu schweigen vom Fernsehen, mit dem Zugang von Personal des kanadischen Senders Cbc.
In den kommenden Monaten wird es daher einige Anpassungen in der Kommunikationspolitik und der Präsenz von Twitter in den traditionell verstandenen echten Informationsumgebungen geben.

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