Facebook: Klage wegen irreführender Finanzprognosen

Facebook wird wahrscheinlich bald mit einer Sammelklage konfrontiert sein: Die Klage wegen irreführender Finanzprognosen wurde nach dem enttäuschenden Börsengang eingereicht.

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Letzte Woche Facebook feierte seinen triumphalen Börsengang aber für Mark Zuckerberg und diejenigen, die die notwendigen Finanztransaktionen vermittelt haben, scheinen bereits Probleme in Sicht zu sein.
Der enttäuschende Verlauf der Aktie an der Börse hat nämlich einige Investoren dazu veranlasst, die in den Dokumenten zur IPO enthaltenen Angaben zu überprüfen, was zu einer Klage führt, die sich zu einer Sammelklage entwickelt.
Insbesondere wird kritisiert, dass vor dem Börsengang irreführende Finanzprognosen veröffentlicht wurden, und zwar nicht nur von der Führungsspitze Facebooks sondern auch von Morgan Stanley, dem Finanz- und Bankinstitut, das die Operation durchgeführt hat.
All dies hat bei denjenigen, die an das Projekt Facebook an der Börse geglaubt haben, hohe Erwartungen geweckt und somit zu bedeutenden Kapitalanlagen geführt.
Die Handelsergebnisse sind jedoch für alle sichtbar: Die Aktie – gestartet im Wert zwischen 38 und 41 US-Dollar pro Aktie – liegt heute stattdessen bei etwa 31 US-Dollar: Das Ergebnis ist bisher eindeutig enttäuschend.
In einem weiteren Sinne wird zudem befürchtet, dass die geringe Rendite von Facebook auch Misstrauen gegenüber anderen börsennotierten Internetunternehmen derselben Branche erzeugen könnte.

Als ob das nicht genug wäre, kursieren Nachrichten, wonach die großen Investoren gewissermaßen vor den schlechten Leistungen der Aktie gewarnt wurden, um Verluste zu begrenzen und die Aktien zu einem anderen Preis als die Kleinanleger kaufen zu können.
Schließlich zeichnet sich auch eine Klage gegen das NASDAQ ab, aufgrund einiger technischer Probleme am vergangenen Freitag, die dazu führten, dass die Kommunikation von Aufträgen und Angeboten mit halbstündiger Verzögerung begann.
Gerüchten zufolge wurden bereits Gelder (etwa 13 Millionen US-Dollar) bereitgestellt, um im Falle von Schadenersatzforderungen schnell reagieren zu können.
Die Lage erscheint äußerst kompliziert, und während die Führungskräfte von Morgan & Stanley versichern, die gleichen Verfahren wie immer eingehalten zu haben, die bei jeglicher Art von Platzierung angewendet werden, bleibt dennoch zu klären, ob tatsächlich eine Vorabinformation an die größeren Investoren stattgefunden hat, zum Nachteil der kleineren Anleger, die – anteilig – mehr verloren haben.

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